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You are here: Home Open Source Plone Buch 2. Plone installieren
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2. Plone installieren

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Plone installieren

Dieses Kapitel erklärt, wie man Plone auf einer Vielzahl von Plattformen installiert und grundlegende Konfigurationseinstellungen daran vornimmt. Wenn Sie Plone nur ganz schnell testen möchten, gehen Sie das am einfachsten zur Demo-Site unter http://demo.plone.org, wo Sie Inhalte sofort hinzufügen und ändern können, ohne etwas installieren zu müssen.

Anders als bei den anderen Kapiteln macht es keinen großen Sinn, dieses Kapitel von vorn bis hinten durchzulesen. Ich habe es nach Betriebssystemen unterteilt, damit Sie nur die für Sie notwendigen Abschnitte lesen müssen, um Plone zu installieren. Plone lässt sich auf allen Plattformen installieren, die Zope unterstützt: Windows, Mac OS X, Linux, die meisten Unix-Versionen und Solaris.

Ein leistungsfähiger Computer führt natürlich dazu, dass auch Plone eine bessere Leistung zeigt. Plone ist ein komplexes System, das gewisse Ansprüche an die Verarbeitungsgeschwindigkeit und den Hauptspeicher stellt. Bei einem System in Produktion wird allgemein empfohlen, keinen Rechner mit weniger als einem 2 GHz schnellen Prozessor und weniger als 1 Gbyte RAM einzusetzen, falls es eine große Website enthält. Für kleinere Sites funktioniert Plone aber auch bei einer 500-MHz-CPU und 64 Mbyte Hauptspeicher. Für detailliertere Informationen über Plones Performance, Caching und Optimierungsmöglichkeiten lesen Sie bitte Kapitel 14. Eine Grundinstallation von Plone benötigt etwa 50 Mbyte auf der Festplatte. Falls Sie bereits Zope oder Python installiert haben, wird wesentlich weniger Platz benötigt, etwa 2 Mbyte. Sie müssen auch die Objektdatenbank von Plone berücksichtigen, die fast beliebig groß werden kann, je nachdem, welche Datenmengen Sie darin speichern.

Um Plone zu benutzen, brauchen Sie einen Webbrowser mit Zugriff auf den Server. Wenn sich Benutzer auf Ihrer Site anmelden wollen, dann müssen diese Cookies eingeschaltet haben. JavaScript wird nicht verlangt, bietet aber reichhaltigere Benutzungsmöglichkeiten. Da Plone ausgiebigen Gebrauch von Cascading Style Sheets (CSS) macht, stellen moderne Browser die Plone-Schnittstelle reichhaltiger und attraktiver dar, aber funktionieren sollte sie in jedem vernünftigen Browser.

Ich empfehle, einen der folgenden Browser zu verwenden:

  • Microsoft Internet Explorer 5.5 oder höher
  • Netscape 7.0 oder höher (sowie jegliches Mozilla-Derivat)
  • Opera 7.0 oder höher
  • Konqueror 3.0 oder höher
  • Safari 1.0 oder höher

Plone funktioniert in den folgenden Browsern ebenfalls, auch wenn es evtl. anders als im Original aussieht:

  • Netscape 4.x
  • Microsoft Internet Explorer 5.0
  • Microsoft Internet Explorer 4.0
  • Konqueror 2.x
  • Lynx (textbasiert)
  • w3m (textbasiert)
  • AWeb
  • Links (textbasiert, optional mit Grafik)
  • Alle Browser, die eine Grundmenge an HTML (Hypertext Markup Language) sowie Cookies für Formulareingaben verstehen, darunter die meisten mobilen Browser und solche auf PDAs (Personal Digital Assistant)

Plone unter Windows installieren

Am einfachsten kann man Plone installieren, wenn man das Windows-Installationsprogramm von Plone verwendet, das die Installation automatisiert. Zu der Installation gehören zusätzliche Pakete und Optionen, eine vorkonfigurierte Datenbank, die Einrichtung von Diensten sowie Python-Pakete für Windows. Sie können dieses Installationsprogramm unter http://www.plone.org/download herunterladen.

Das Installationsprogramm verwenden

Das Installationsprogramm wurde unter Windows 9x, ME, NT 3.51+, 2000 und XP getestet, sollte aber auch unter anderen Windows-Versionen funktionieren. Sie sollten Administratorzugang zum gewünschten Rechner haben, da das Programm versucht, in der Windows-Registry Dienste einzurichten und Einstellungen vorzunehmen. Falls Sie bereits Zope oder Python installiert haben, sollten Sie vielleicht den Quellcode separat installieren, um Plattenplatz zu sparen.

Bevor Sie Plone installieren, sollten Sie darauf achten, ob weitere Webserver gerade laufen. Neuere Windows-Versionen installieren und starten beispielsweise automatisch IIS (Microsoft Internet Information Services), der Port 80 abhört. Das Installationsprogramm startet Plone auf den Ports 80 und 8080. Am einfachsten testet man, ob schon jemand Port 80 verwendet, indem man in einem Browser die Adresse http://127.0.0.1/ eingibt und wartet, ob eine Seite gefunden wird. Diesen Webserver können Sie deaktivieren oder aber die Ports für Plone ändern. Siehe dazu den Abschnitt "Server-Konfiguration" weiter unten in diesem Kapitel. Falls Sie Plone hinter IIS oder Plone und IIS gleichzeitig auf dem gleichen Server betreiben möchten, erfahren Sie in Kapitel 14 mehr dazu. Im Moment ist es am einfachsten, diesen Webserver zu deaktivieren.

Nachdem Sie das Installationsprogramm heruntergeladen haben, beginnen Sie die Installation mit einem Doppelklick darauf (siehe Abbildung 2.1).

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Abbildung 2.1. Start des Plone-Installationsprogramms

Das Installationsprogramm führt die bei der Software-Installation üblichen Schritte aus. Klicken Sie auf Weiter, um fortzufahren oder auf Abbrechen. Das Programm erlaubt Ihnen die Auswahl eines Installationsverzeichnisses, wobei die Voreinstellung C:\Programme\Plone 2 ist (siehe Abbildung 2.2).

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Abbildung 2.2. Wahl eines Verzeichnisses

Wenn Sie zum Passwort-Bildschirm gelangen (siehe Abbildung 2.3), müssen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben. Dadurch wird für Sie ein Benutzer erstellt, und es wird eine Plone-Site unter diesem Benutzer angelegt. Oftmals erstellen die Leute dafür einen Benutzer namens admin oder so ähnlich. Diesen Benutzernamen und dieses Passwort benötigen Sie später, d.h., Sie sollten sich beides merken. Sollten Sie das Passwort verlieren, können Sie jedoch später ein neues erstellen.

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Abbildung 2.3. Eingabe eines Benutzernamens und -passworts

Die Installation dauert etwa fünf Minuten, je nachdem, wie schnell Ihr Rechner ist. Am Ende der Installation werden einige Aufgaben erledigt, z.B. die Kompilierung aller Python-Dateien und die Einrichtung der Datenbank. Sobald alles beendet ist, erscheint eine Meldung, um Sie davon in Kenntnis zu setzen (siehe Abbildung 2.4).

img/02-04.png

Abbildung 2.4. Letzter Einrichtungsbildschirm

Um Plone zu starten, gehen Sie zum Plone-Controller, indem Sie auf Start - Programme - Plone - Plone klicken. Der Controller ist eine Anwendung mit einer hübschen Oberfläche zum Starten und Anhalten von Plone. Er beginnt mit einer Statusseite, auf der Sie Ihre Plone-Installation ganz leicht starten oder anhalten können (siehe Abbildung 2.5).

img/02-05.png

Abbildung 2.5. Plone läuft nicht.

Wie in Abbildung 2.5 zu sehen ist, zeigt dieser Bildschirm den Status Ihrer Plone-Installation an. Plone startet nicht automatisch, sondern Sie müssen auf Start klicken, um es zu starten. Danach müssen Sie evtl. eine Minute warten, bis der Startvorgang abgeschlossen ist (siehe Abbildung 2.6).

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Abbildung 2.6. Nun läuft Plone.

Nachdem Plone gestartet wurde, können Sie auf die Plone-Site zugreifen, indem Sie auf den View-Button klicken. Dabei wird ein Browser gestartet, der auf die Plone-Site zugreift. Dann sollten Sie die Willkommensseite von Plone sehen können. Beachten Sie, dass die Adresse im Browser http://localhost/ lautet. Mit dieser Adresse greifen Sie auf Ihre Plone-Site zu. Ein Klick auf den Zope Management Interface-Button startet einen Browser und greift auf die Management-Schnittstelle zu. Die Adresse im Browser dafür lautet http://localhost:8080/manage. Mit ihr haben Sie Zugriff auf den darunter liegenden Application Server. Wenn Sie den Manage-Button anklicken und auf Plone zugreifen, werden Sie nach einem Benutzernamen und Passwort gefragt. Das sind diejenigen, die Sie im Installationsprogramm eingegeben haben.

Der Controller weiß, ob Sie Plone als Dienst installiert haben oder nicht. Wenn Plone als Windows-Dienst installiert wurde, können Sie Plone mit den Standard-Management-Werkzeugen und -Befehlen unter Systemsteuerung - Verwaltung - Dienste starten und anhalten. Ansonsten können Sie in der Task-Leiste ein kleines Icon sehen. An diesem Punkt werden Sie Inhalte eingeben wollen. Blättern Sie dazu zu Kapitel 3 weiter.

Server-Konfiguration unter Windows

Die Konfigurationsdaten von Plone befinden sich in einer Textdatei, die Sie bearbeiten können, um Ihre Plone-Instanz zu konfigurieren. Sie können die Ports, die Plone abhört, die verwendeten Logdateien und eine Menge anderer Einstellungen ändern. Unter Windows sind einige wesentliche Eigenschaften über den Controller und eine GUI (Graphical User Interface) verfügbar. Wenn Sie andere Einstellungen ändern möchten, lesen Sie bitte Anhang A mit der vollständigen Liste der Konfigurationsoptionen. Um auf den Controller zuzugreifen, wählen Sie Start - Programme - Plone - Plone. Dann wird der Controller gestartet.

Wie bereits erwähnt wurde, sehen Sie zuerst die Statusseite, auf der Sie Plone starten oder anhalten können. Im linken Teil des Controllers befinden sich einige weitere Bildschirme, die ich nun beschreiben werde.

Ändern der Ports

Bei der Auswahl der Ports, wie sie in Abbildung 2.7 zu sehen ist, können Sie die Ports angeben, die Plone nach eintreffenden Verbindungen wie HTTP, FTP (File Transfer Protocol) und WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) abhört.

img/02-07.png

Abbildung 2.7. Die Ports-Seite zeigt die Ports an, auf denen Plone läuft.

Wie bei der Installation schon erwähnt wurde, möchten Sie wahrscheinlich sicherstellen, dass kein anderer Server wie IIS, Apache und PWS (Personal Web Server) den gleichen Port 80 abhört wie der Plone-Server. Beim Schreiben sind nur die Plone HTTP- und Zope Management HTTP-Ports aktiviert. Um diese zu aktivieren, müssen Sie sie in einer Textdatei konfigurieren. Folgende vier Felder kommen auf der Ports-Seite vor:

  • Plone HTTP: Dieses Feld gibt den Port an, mit dem der Benutzer auf Plone zugreift. Der Vorgabewert dafür ist 80, der Standardwert für einen Webserver. Obwohl dieser Port nicht benötigt wird, könnten Sie in einem Webbrowser ohne ihn nicht auf Plone zugreifen. Wenn dieser Port aktiviert ist und Plone läuft, ist der View-Button auf der Statusseite aktiviert.
  • Zope Management HTTP: Dieses Feld gibt den Port an, mit dem man als Administrator auf Plone zugreift. Der Vorgabewert dafür ist 8080. Über diesen Port haben Sie Zugriff über das ZMI (Zope Management Interface) auf die Wurzel von Zope. Sie können dort immer noch über den HTTP-Port hinkommen, aber es ist einfacher und bequemer, einen eigenen Port dafür zu haben. Wenn dieser Port aktiviert ist und Plone läuft, ist der Manage-Button auf der Statusseite aktiviert.
  • FTP Access: Dieses Feld gibt den Port an, mit dem man via FTP auf Plone zugreifen kann. Die Vorgabe dafür ist leer, d.h., er ist nicht aktiviert. Wenn Sie ihn aktivieren möchten: Der übliche Wert dafür beträgt 21. Über FTP können Sie große Dateien an und von Plone übertragen.
  • WebDAV Source: Dieses Feld gibt den Port an, mit dem man über WebDAV auf Plone zugreift. Die Vorgabe dafür ist leer, d.h., er ist nicht aktiviert. Der übliche Wert dafür beträgt 8081. WebDAV ist ein Protokoll für die entfernte Bearbeitung von Plone-Inhalten. Damit können Sie Ihren Plone-Server z.B. auf einen Windows-Laufwerksbuchstaben abbilden.
Verwenden der Emergency User Page

Die Emergency User Page wird in Kapitel 9 behandelt, aber kurz gesagt erhalten Sie damit einen Systemzugriff in Notfällen, wenn Sie Ihren Benutzernamen oder Ihr Passwort vergessen haben.

Plone im Debug-Modus starten

Bisher haben Sie Plone im Produktionsmodus gestartet und angehalten. Dies ist die schnellste und empfohlene Art, Plone auszuführen. Bei der Entwicklung von Add-Ons oder bei der Fehlersuche müssen Sie Plone im Debug-Modus starten. Das ist die empfohlene Methode, Plone auszuführen, wenn Sie Produkte und Aussehen (Skins) entwickeln, wie Sie es in späteren Kapiteln tun werden. Dies ist nicht die Standardmethode, weil Plone dabei etwa zehnmal langsamer als normal ist.

Um Plone im Debug-Modus zu starten, wählen Sie Start - Programme - Plone - Plone (Debug Mode), wonach eine Eingabeaufforderung erscheint, in deren Fenster alle Log-Informationen ausgegeben werden (siehe Abbildung 2.8).

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Abbildung 2.8. Plone von der Kommandozeile aus starten

Wenn Sie testen möchten, ob Plone läuft, starten Sie einen Browser und geben http://localhost/ ein. Wenn Plone erfolgreich installiert ist, können Sie die Willkommensseite von Plone sehen.

Plone unter Mac OS X, Unix und Linux installieren

Unter Mac OS X, Unix und Linux unterscheidet sich die Installation leicht, aber ihre Konfiguration ist sehr ähnlich. Für die verschiedenen Betriebssysteme sind unterschiedliche Installationspakete vorhanden, z.B. für Mac OS X, Debian, Gentoo, FreeBSD, OpenBSD sowie RPM-Paketmanager (RPMs) für Red Hat, SuSE und Mandrake. In den folgenden Abschnitten behandle ich einige der weiter verbreiteten: Mac OS X, Red Hat und Debian. Weitere Informationen zu Ihrem eigenen Betriebssystem finden Sie in den systemspezifischen Installationsanweisungen.

Installation unter Mac OS X

Das Installationsprogramm automatisiert die Installation von Plone unter Mac OS X und wurde unter den Versionen 10.2.3 und höher getestet. Auf dem Zielrechner, wo die Installation erfolgen soll, benötigen Sie Administratorrechte. Sie können das Programm unter http://www.plone.org/download herunterladen. Anschließend führen Sie einen Doppelklick darauf aus, um das Archiv auszupacken. Doppelklicken Sie auf das dann entstandene Installationspaket, um die Installation zu beginnen. Danach sollten Sie den Bildschirm aus Abbildung 2.9 sehen.

img/02-09.png

Abbildung 2.9. Genehmigen der Installation mit Ihrem Mac OS X-Passwort

Geben Sie das Passwort Ihres Mac OS X-Kontos ein, um die Installation zu genehmigen. Dazu muss Ihr Konto über Administratorrechte verfügen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, melden Sie sich ab und wieder als jemand mit solchen Rechten an, um dann das Installationsprogramm wieder zu starten. Möglicherweise möchten Sie das Installationspaket nach /Users/Shared verschieben, bevor Sie sich abmelden, damit Sie von einem anderen Benutzerkonto darauf zugreifen können. Nach erfolgter Genehmigung können Sie den Bildschirm aus Abbildung 2.10 sehen.

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Abbildung 2.10. Willkommen im Installationsprogramm

Das Installationsprogramm führt die üblichen Schritte einer Software-Installation durch. Wenn nötig, klicken Sie auf die unteren Weiter- und Zurück-Buttons. Die meisten Schritte sind selbsterklärend, aber bei der Auswahl der Installationspartition für Plone müssen Sie jene Partition wählen, auf der Mac OS X installiert ist (siehe Abbildung 2.11).

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Abbildung 2.11. Auswahl der Startpartition

Die Installation benötigt ca. fünf Minuten, je nachdem, wie schnell Ihr Rechner ist. Nach der Installation wird Plone nicht automatisch gestartet. Die Datei ReadMe.rtf in /Applications/Plone enthält eine Menge Informationen darüber, wie Sie Ihre Plone-Installation betreiben und verwalten, und auch darüber, wie Sie Plone starten. Mit dem folgenden Befehl z.B. wird Plone gestartet:

sudo /Library/StartupItems/Plone/Plone start

Um festzustellen, ob Plone ausgeführt wird, gehen Sie mit einem Webbrowser zu http://localhost:9090/, wo Sie eine Willkommensseite von Plone sehen. In der ReadMe-Datei finden Sie den Benutzernamen und das Passwort, das Plone für den Zugriff auf den Server durch Sie eingerichtet hat.

Installation mit einem RPM

RPMs gibt es für die Distributionen von Red Hat, Mandrake und SuSE. Die neuesten Pakete finden Sie unter http://www.plone.org/download. RPM setzt bei Python die Version 2.3 voraus. Um festzustellen, welche Python-Version Sie verwenden, führen Sie den folgenden Befehl in einer Shell aus:

$ python -V
Python 2.3.2

In diesem Fall ist Python 2.3.2 installiert. Wenn Sie diese Version nicht haben, finden Sie RPMs auf der Python-Website unter http://www.python.org. Nach dem Herunterladen der Dateien installieren Sie sie mit dem normalen rpm-Befehl. Zum Glück werden bei der Installation von Plone einige nützliche Informationen ausgegeben, z.B.:

[root@lappi i386]# rpm -ivh Plone2-2.0.0rh-2.i386.rpm
Preparing... ###########################################
[100%]
Making group plone (not altered if already exists).
Making user plone.
~ 1:Plone2 ###########################################
[100%]
Creating initial 'main' instance...
Instance created. Listening on 127.0.0.1:8080, initial user: 'plone'
with password: 'plone'.
Setup of initial database in 'main' instance...
/usr/lib/plone2/lib/python/AccessControl/Owned.py:79:
DeprecationWarning: Owned.getOwner(1) is deprecated; please use
getOwnerTuple() instead.
~ DeprecationWarning)
Created initial database content.
look at /etc/plone2/main/zope.conf.
Run then "/etc/rc.d/init.d/plone2 start" to start Plone2.
you may create new Plone instances with mkploneinstance.

Wie in der vorherigen Ausgabe zu sehen ist, können Sie Plone wie folgt starten:

/etc/rc.d/init.d/plone2 start

Um festzustellen, ob Plone funktioniert, gehen Sie mit einem Webbrowser zu http://localhost:9090/, wo Sie eine Willkommensseite von Plone sehen. Der Benutzername plone und das Passwort plone wurden für Sie eingerichtet.

Installation unter Debian Linux

Unter Debian ist Plone ein Standardpaket und geht durch den standardisierten Release-Prozess, d.h., Sie können sich entweder eine stabile oder eine instabile Version von Plone holen, je nachdem, wie Ihre Debian-Installation konfiguriert ist. Plone installieren Sie einfach mit Debians apt-System. Hier ist ein Beispiel einer Installation:

agmweb:/home/andy# apt-get install plone
Reading Package Lists... Done
Building Dependency Tree... Done
The following extra packages will be installed:
  zope zope-cmf zope-cmfcalendar zope-cmfcore zope-cmfdefault
zope-cmfplone zope-cmftopic zope-cmfworkflow
  zope-formulator zopectl
Suggested packages:
  zope-cmfwiki python-unit zope-devguide zope-book
Recommended packages:
  zope-cmfforum zope-localizer
The following NEW packages will be installed:
  plone zope zope-cmf zope-cmfcalendar zope-cmfcore zope-cmfdefault
zope-cmfplone zope-cmftopic zope-cmfworkflow
  zope-formulator zopectl
0 upgraded, 11 newly installed, 0 to remove and 49 not upgraded.
Need to get 4743kB of archives.
After unpacking 24.9MB of additional disk space will be used.
Do you want to continue? [Y/n]

Geben Sie Y ein, um fortzufahren und alle benötigten Pakete zu installieren. Um Zope zu starten und anzuhalten, wurde ein Installationsscript namens zope im Verzeichnis init.d erstellt. Geben Sie Folgendes ein, um Plone zu starten:

/etc/init.d/zope start

Das Debian-Installationsprogramm startet Zope auf dem ungewöhnlichen Port 9673. Weil das so ist, wird empfohlen, die Dokumentation zu lesen, die unter /usr/share/doc/zope und /usr/share/doc/zope-cmfplone zu finden ist.

Installation aus den Quellen

Alternativ zur Benutzung eines Installationsprogramms oder -pakets können Sie die Installation auch aus einem Quellcode-Archiv vornehmen. Wenn Sie mit einer Quellcode-Installation nicht vertraut sind: Sie ist nicht schwierig, aber man muss sich ein wenig mit einfachen Werkzeugen wie tar auskennen. Die folgenden Abschnitte beschreiben, wie man den Quellcode unter Linux installiert.

Diese Art der Installation setzt voraus, dass Sie mit grundlegenden Operationen wie dem Auspacken und Verschieben von Dateien vertraut sind. Es wird auch eine funktionierende Zope-Installation benötigt.

Hinweis

Um Zope zu installieren, lesen Sie die Installationsanweisungen zu Zope in der Datei doc/INSTALL.txt Ihres heruntergeladenen Zope-Archivs. Weitere Informationen finden Sie unter http://zope.org/Documentation/Books/ZopeBook/2_6Edition/InstallingZope.stx).

Führen Sie folgende Schritte aus, um Plone zu installieren:

  1. Laden Sie Plone 2 von http://www.plone.org/download herunter, und wählen Sie die Quellcode-Datei.
  2. Packen Sie das Archiv mit tar xzf CMFPlone2.0.tar.gz aus.
  3. Sie werden feststellen, dass ein Verzeichnis namens CMFPlone-xxx erstellt wurde, wobei xxx die Version ist (z.B. CMFPlone-2.0).
  4. Bewegen Sie den Inhalt dieses Verzeichnisses in das Produktverzeichnis Ihrer Zope-Installation. Wenn das Zope-Produktverzeichnis z.B. /var/zope ist, dann führen Sie Folgendes aus: mv CMFPlone2.0/ /var/zope/Products

Nach dem Ende der Installation starten Sie Zope neu. Anschließend greifen Sie auf Zope zu, indem Sie in einem Browser http://localhost:8080/manage eingeben. Dafür benötigen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort (z.B. jene, die Sie bei der Zope-Installation eingegeben haben).

Im ZMI gibt es in der oberen rechten Ecke eine Dropdown-Liste für Produkte, die Sie hinzufügen können. Überprüfen Sie, dass eines davon Plone Site ist. Wenn das der Fall ist, dann ist Ihre Installation vollständig (siehe Abbildung 2.12).

img/02-12.png

Abbildung 2.12. Der Plone-Site-Eintrag in der Dropdown-Liste

Installation aus CVS

Der Zugriff per CVS (Concurrent Versioning System) wird nur erfahrenen Benutzern und Entwicklern empfohlen. Informationen zum Zugriff per CVS finden Sie unter http://ww.plone.org/development/cvs. Der aktuelle CVS-Checkout-Befehl lautet wie folgt:

cvs -d:pserver:anonymous@cvs.sf.net:/cvsroot/plone login
cvs -d:pserver:anonymous@cvs.sf.net:/cvsroot/plone co CMFPlone

Plone 2 bringt eine ganze Reihe von Abhängigkeiten mit sich (z.B. DCWorkflow, Formulator, Group User Folder usw.), die nicht im Plone-CVS enthalten sind. Das heißt, die Benutzer müssen diese Abhängigkeiten selbst auflösen. Wenn Sie Plone starten, gibt es eventuelle Fehler aus, die sich auf nicht gefundene Pakete beziehen, z.B.:

2003-11-21T12:23:11 ERROR(200) Plone Dependency
CMFActionIcons not found.  Please download it from http://cvs.zope.org/Products/

Hinzufügen einer Plone-Site

Nachdem Sie Plone aus seinen Quellen installiert haben, müssen Sie eine Plone-Instanz erstellen. Dazu müssen Sie sich beim ZMI anmelden und dort die Plone-Site hinzufügen. Dorthin gelangen Sie, wenn Sie die URL (Uniform Resource Locator) für die Management-Schnittstelle eingeben, normalerweise http://localhost:8080/manage (dieser Port variiert je nach Installation). Für den Zugriff auf den ZMI benötigen Sie einen Benutzernamen und ein Passwort eines Managers, die bei der Zope-Installation angelegt werden.

Hinweis

Falls Sie das Plone-Passwort vergessen haben, das bei der Installation erstellt wurde, keine Panik! Sie können ein neues erstellen; lesen Sie dazu Kapitel 9.

Alle Objekte fügen Sie mit der Dropdown-Liste in der oberen rechten Ecke hinzu, die in Abbildung 2.12 zu sehen ist. Scrollen Sie die Liste runter, bis Sie Plone Site finden, und klicken Sie auf Hinzufügen.

Nach Auswahl des Eintrags Plone Site erscheint ein Formular, in dem weitere Angaben verlangt werden (siehe Abbildung 2.13):

  • Id: Dies ist die eindeutige ID der Plone-Site (geben Sie z.B. Plone oder Site ein).
  • Title: Dies ist der Titel der Plone-Site (geben Sie z.B. Plone-Demo-Site ein).
  • Membership source: Belassen Sie dies vorläufig beim Vorgabewert, [[Create a New User Folder in the Portal]. Damit können Sie eine Benutzeridentifikation außerhalb des Portals verwenden (siehe Kapitel 9).
  • Description: Dies ist eine Beschreibung des Portals, die Mitglieder in E-Mails sehen können (geben Sie z.B. Das ist eine Demo-Site für Plone ein). Machen Sie sich jetzt nicht viele Gedanken darüber. Sie können sie später in den Portal-Eigenschaften ändern.
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Abbildung 2.13. Hinzufügen einer Plone-Site

Nach einem Klick auf Add Plone Site wird eine Plone-Site erstellt. Auf langsamen Rechnern kann das ein bis zwei Minuten in Anspruch nehmen, da viele Daten dabei verarbeitet werden. Dieser Bildschirm führt Sie dann zur Willkommensseite von Plone weiter.

Konfigurieren des Webservers

Nach der Installation von Plone sollten Sie die Plone-Site so konfigurieren, dass sie unter einem anderen Port läuft, über FTP verfügt, Logdaten in eine andere Datei schreibt usw. Von diesen grundlegenden Einrichtungsmöglichkeiten handelt dieser Abschnitt. Beachten Sie, dass Sie nicht die Plone-Sites selbst konfigurieren, sondern den darunter liegenden Webserver.

Hinweis

Falls Sie das Windows-Installationsprogramm benutzt haben, erfolgt der Großteil dieser Konfiguration mit einem Programm, das eine nette Benutzerschnittstelle hat; siehe den Abschnitt "Server-Konfiguration unter Windows" weiter oben in diesem Kapitel.

Hinweis

Falls Sie das Installationsprogramm unter Mac OS X oder Windows verwendet haben, werden Sie eine weitere Datei finden (plone.conf), die Port-Definitionen enthält, die in Zopes Hauptkonfigurationsdatei verwendet werden.

Zope 2.7 erstellt eine Konfigurationsdatei in jeder einzelnen installierten Instanz. Diese Datei enthält die gesamte Konfiguration für diesen Server. Anhang A enthält eine vollständige Liste der Konfigurationsmöglichkeiten. Sie finden die Datei, wenn Sie nach zope.conf im Verzeichnis etc Ihrer Plone-Installation suchen. Manche Installationsprogramme (z.B. bei Mac OS X und Windows) erstellen eine zweite Konfigurationsdatei namens plone.conf, die Plone-spezifische Konfigurationen enthält. Falls Ihre Installation eine Datei plone.conf enthält, dann nehmen Sie dort Änderungen an der Konfiguration vor. Sie werden dann in der Hauptkonfigurationsdatei importiert.

Die Konfigurationsdatei ist extrem ausführlich und enthält eine große Menge hilfreicher Kommentare und Beispiele. Wenn Sie mit Unix-Konfigurationsdateien z.B. für Apache vertraut sind, wird Ihnen die Zope-Konfigurationsdatei bekannt vorkommen. Um die Konfiguration von Zope zu ändern öffnen Sie einen Texteditor und ändern die Dateien nach Bedarf. Danach müssen Sie Zope neu starten.

Man kann Plone 2.0 mit einer Zope-Version kleiner als 2.7 betreiben, allerdings bietet Zope 2.7 eine erhöhte Stabilität und neue Eigenschaften wie eine einfachere Konfiguration. Wenn Sie eine frühere Zope-Version als 2.7 verwenden, müssen Sie in der Dokumentation nachlesen, wie Sie die Konfiguration ändern.

Ändern der Ports

Einen Port ändern Sie dadurch, dass Sie eine Adresszeile dafür hinzufügen. Um Plone z.B. auf Port 80 statt auf dem Vorgabeport 8080 zu betreiben, ändern Sie die entsprechende Zeile in zope.conf:

<http-server>
  # valid keys are "address" and "force-connection-close"
  address 8080
  # force-connection-close on
</http-server>

auf Folgendes:

<http-server>
  # valid keys are "address" and "force-connection-close"
  address 80
  # force-connection-close on
</http-server>

Wenn Sie das Windows- oder Mac OS X-Installationsprogramm verwendet haben, dann finden Sie diese Port-Definitionen in plone.conf. Diese Werte werden dann in die Hauptkonfigurationsdatei importiert. Um also den Port auf einem Mac zu ändern, ändern Sie in plone.conf diesen Teil:

## PLONE_WEBSERVER_PORT
## --------------------
## This is the port you will access your Plone site from.  Set this to a port
## number above 1024 not used for any other server on your computer.
%define PLONE_WEBSERVER_PORT 8080

wie folgt:

%define PLONE_WEBSERVER_PORT 80

Verwenden des Debug-Modus

In Zope 2.7 ist der Debug-Modus standardmäßig eingeschaltet. Beachten Sie aber, dass Plone im Debug-Modus wesentlich langsamer läuft, und zwar etwa 10- bis 20-mal langsamer. Fügen Sie folgende Zeile in der Konfigurationsdatei hinzu, um den Debug-Modus abzuschalten:

debug-mode off

Um das erstmalige Benutzererlebnis für Windows-Anwender eindrucksvoller zu machen (der Debug-Modus verlagsamt Plone unter Windows noch mehr als unter Linux), wird hier Zope bereits mit abgeschaltetem Debug-Modus ausgeliefert. Wenn Sie für eine laufende Plone-Site wissen möchten, ob der Debug-Modus eingeschaltet ist, gehen Sie im ZMI zu portal_migration und sehen sich die dort aufgelisteten Variablen an.

Verwenden von Logs

In Plone gibt es standardmäßig zwei Logmechanismen: einen für Zugriffe, mit dem man Site-Statistiken produzieren kann, und einen für Ereignisse, der Debug-Informationen über Plone-Produkte enthält. Für Plone-Fehler und -Meldungen ist der Ereignis-Log zuständig. Die Standardkonfiguration sieht wie folgt aus:

<eventlog>
  level all
  <logfile>
    path $INSTANCE/log/event.log
    level INFO
  </logfile>
</eventlog>
 
<logger access>
  level WARN
  <logfile>
    path $INSTANCE/log/Z2.log
    format %(message)s
  </logfile>
</logger>

Hier können Sie den Pfad zur Datei ändern, indem Sie eine neue Datei angeben. Die geloggten Werte basieren auf einem Level, der mit den Fehlermeldungen mitgeschickt wird. Ernstere Fehler werden mit höherem Level geschickt. Standardmäßig werden nur Informationen und die vorherige Meldung ans Log geschickt, aber dieser Wert könnte einer der folgenden sein: CRITICAL, ERROR, WARN, INFO, DEBUG und ALL. Wenn Sie nur Fehler loggen möchten, würden Sie level INFO auf level ERROR ändern.


Andy McKay: Plone. Addison-Wesley 2005
Diese online Version wurde mit Hilfe des 'PloneBookDE' Produkts von docs.neuroinf.de/products erstellt.
Es wurde zuletzt von
sichart am 2006-10-06 14:25 aus der cvs Quelle via
cvs -z3 -d:pserver:anonymous@plone-docs.cvs.sourceforge.net:/cvsroot/plone-docs co -P PloneBook aktualisiert.

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